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    Ceylon-Zimt: Fakten, Verwendung und Verwechslungsmöglichkeiten

    Ceylon-Zimt: Fakten, Verwendung und Verwechslungsmöglichkeiten

    Pünktlich zur Vorweihnachtszeit ist Zimt wieder in aller Munde. Zimt lässt an kuschelige Abende vor dem Kamin denken, mit einem duftenden Gewürztee in der einen und einem Zimtstern in der anderen Hand. Und erst die vielen Rezepte: Denk nur an Bratäpfel, Glühpunsch, Lebkuchen und Chai. Die Liste von süßen und herzhaften Rezepten mit Zimt ist unendlich.

    Aber neben diesen Verlockungen hört man jetzt auch wieder Warnungen vor zu vielen Zimtsternen und den Gefahren, die angeblich im Zimt lauern. Da nichts so sehr verunsichert wie Halbwahrheiten, klären wir hier, was hinter der Aussage vom „giftigen Zimt“ steckt, warum Ceylon-Zimt meist die bessere Wahl ist und was bei Zimt in der Schwangerschaft zu beachten ist.

    Das Wichtigste auf einen Blick

    • Ceylon-Zimt und Cassia-Zimt unterscheiden sich deutlich in Herkunft, Geschmack und Cumarin-Gehalt.
    • Ceylon-Zimt enthält deutlich weniger Cumarin und gilt daher meist als die bessere Wahl.
    • Normale Mengen Zimt sind im Alltag meist unproblematisch, kritisch wird es eher bei dauerhaft hohen Mengen.
    • In Schwangerschaft und bei bestehenden Leber- oder Nierenproblemen lohnt es sich, besonders genau hinzusehen.

    Ceylon-Zimt vs. Cassia-Zimt: Die Fakten

    Zimt kennt fast jede:r als Zimtstange oder als aromatisches Pulver. Weniger bekannt ist, dass es zwei verschiedene Zimtsorten gibt, die sich in Herkunft, Geschmack und Inhaltsstoffen deutlich unterscheiden.

    Im Bioladen und Fachhandel findet man meist Ceylon-Zimt, auch Canehl genannt. Er ist in der Regel etwas teurer, schmeckt aber feiner und milder. In vielen Supermarktprodukten und industriell hergestellten Lebensmitteln steckt dagegen häufig Cassia-Zimt, der kräftiger schmeckt und günstiger ist.

    Unterschiedliche Pflanzen, unterschiedlicher Zimt

    Die beiden Zimtsorten werden aus der Rinde unterschiedlicher Pflanzen gewonnen. Ceylon-Zimt stammt aus Cinnamomum verum, dem „echten Zimtbaum“. Cassia-Zimt wird aus Cinnamomum cassia gewonnen.

    Auch optisch lassen sich beide Sorten unterscheiden: Cassia-Zimtstangen bestehen aus einer dicken Rindenschicht und rollen sich meist nicht vollständig ein. Ceylon-Zimt sieht eher aus wie feiner Blätterteig, weil viele dünne Schichten zu einer Stange zusammengerollt sind.

    Herkunft als Hinweis

    Ceylon-Zimt kommt traditionell vor allem aus Sri Lanka, wird heute aber auch in Indien, Myanmar und Bangladesh angebaut. Cassia-Zimt stammt dagegen überwiegend aus China und Indonesien.

    Wenn die Herkunft angegeben ist, lässt sich oft schon gut einschätzen, um welche Zimtsorte es sich handelt.

    Wichtig: Wer regelmäßig Zimt verwendet, fährt mit Ceylon-Zimt meist besser, weil er milder ist und deutlich weniger Cumarin enthält.


    Cumarin im Cassia-Zimt: Worauf du achten solltest

    Entscheidend bei der Bewertung der beiden Zimtsorten ist der Gehalt an Cumarin. Dabei handelt es sich um einen sekundären Pflanzenstoff, der vor allem in der Außenhaut des Cassia-Zimtbaums vorkommt und beim Mahlen ins Gewürz gelangt.

    Während Ceylon-Zimt nur sehr geringe Mengen enthält, kann Cassia-Zimt deutlich höhere Cumarin-Werte aufweisen. In größeren Mengen kann Cumarin unter anderem Kopfschmerzen, Schwindel oder Unwohlsein auslösen.

    Cumarin und die Leber

    Cassia-Zimt beziehungsweise das enthaltene Cumarin steht zudem im Verdacht, in hohen Mengen lebertoxisch und nierenschädigend zu sein. Beobachtet wurde das vor allem in Tierversuchen mit sehr hohen Dosen.

    Für Menschen gilt: Das Risiko ist in normalen Alltagsmengen in der Regel gering. Problematisch kann es vor allem dann werden, wenn bereits Vorerkrankungen bestehen oder über längere Zeit sehr große Mengen aufgenommen werden.

    Wichtig: Es geht hier nicht um normale Mengen im Alltag, sondern um dauerhaft hohe Aufnahmen oder besondere Risikosituationen.

    Warum Cassia-Zimt trotzdem oft verwendet wird

    Cumarin trägt auch zum typischen, kräftigen Zimtaroma bei. Dadurch bleibt der Geschmack in Gebäck oft länger stabil. Zusammen mit dem günstigeren Einkaufspreis ist das ein Grund, warum in industriell hergestellten Weihnachtsprodukten häufig Cassia-Zimt eingesetzt wird.


    Kann man Zimt überdosieren?

    Bei der Einschätzung der Risiken hilft ein Blick auf die tatsächlichen Mengen. Das Bundesamt für Risikobewertung geht von einer tolerierbaren Tagesdosis von 0,1 mg Cumarin pro Kilogramm Körpergewicht aus.

    Eine Person mit 65 Kilogramm Körpergewicht dürfte also bis zu 6,5 mg Cumarin pro Tag aufnehmen. Das entspricht etwa 2,16 g Cassia-Zimt oder rund 812 g Ceylon-Zimt.

    Der Unterschied ist also enorm. Gleichzeitig zeigt die Rechnung auch: Selbst beim Cassia-Zimt braucht es bereits eine vergleichsweise große Menge, um in einen kritischen Bereich zu kommen.

    Eine Überdosierung durch Tee ist im Prinzip sehr unwahrscheinlich, da ein Heißwasserauszug die Cumarinmenge deutlich reduziert.

    Warum viele trotzdem Ceylon-Zimt bevorzugen

    Ceylon-Zimt gilt geschmacklich als feiner und enthält deutlich weniger Cumarin. Wer regelmäßig Zimt verwendet oder besonders bewusst einkaufen möchte, ist mit Ceylon-Zimt meist besser beraten.


    Zimt – uraltes Gewürz und Heilmittel

    Als Gewürz ist Zimt in Südostasien seit über 4000 Jahren bekannt. Während Zimt in Europa lange als kostbar, selten und teuer galt, wurde er in der Ayurveda-Medizin schon früh als Therapeutikum eingesetzt.

    Im alten Griechenland war Zimt ein beliebtes Räuchermittel, in Ägypten Teil der Einbalsamierung und auch die Römer schrieben ihm besondere Wirkungen zu.


    Ceylon-Zimt im Ayurveda

    Auf Sanskrit und in ayurvedischen Schriften ist echter Zimt als Tvak oder Darusita bekannt. Auf Hindi nennt man ihn Dalcini.

    Wirkung auf die Doshas

    Zimt reduziert Vata und Kapha und erhöht Pitta.

    Geschmack (Rasa)

    Der Geschmack ist süß, bitter und scharf.

    Eigenschaften (Guna)

    Die Eigenschaften sind trocken, leicht und spitz.

    Zimt ist ein erwärmendes Gewürz. Er vertreibt Kälte und wird im Ayurveda dort eingesetzt, wo Anregung gebraucht wird. Er fördert die Durchblutung, wirkt aktivierend, regt Stoffwechsel und Ausscheidung an und wird traditionell auch wegen seiner schleimlösenden Eigenschaften geschätzt.

    Ayurvedisch betrachtet: Zimt ist vor allem dann interessant, wenn Wärme, Aktivierung und Anregung gefragt sind.


    Ayurvedische Zimt-Rezepte

    Zimt lässt sich nicht nur aromatisch, sondern auch ganz praktisch im Alltag einsetzen. Zwei klassische Anwendungen aus dem Ayurveda findest du hier.

    Ayurvedischer Erkältungstee

    Das brauchst du

    So gehst du vor

    1. Gewürze mischen: Vermische Zimt, Nelken und Ingwer.
    2. Aufkochen: Gib die Mischung in 1 Liter Wasser und lasse alles etwa 15 Minuten köcheln.
    3. Trinken: Trinke davon alle 3 Stunden ungefähr 60 ml.

    Worauf du achten solltest

    • Die Mischung ist recht kräftig.
    • Bei Bedarf kannst du die Portion mit heißem Wasser verdünnen.
    • Der Tee eignet sich besonders als wärmende Begleitung in der Erkältungszeit.

    Ayurvedische Honig-Paste bei niedrigem Blutdruck

    Das brauchst du

    • 1 Messerspitze Zimt
    • 1/2 TL Honig

    So gehst du vor

    1. Mischen: Rühre den Zimt in den Honig ein.
    2. Anwenden: Lasse die Mischung langsam im Mund zergehen.

    Worauf du achten solltest

    • Die Anwendung ist für sehr kleine Mengen gedacht.
    • Sie wird traditionell bei niedrigem Blutdruck und Ohnmachtsneigung verwendet.
    • Bei Unsicherheit oder Vorerkrankungen ist eine ärztliche Rücksprache sinnvoll.

    Hilft Zimt bei Diabetes?

    Bei Diabetes wird immer wieder zu Zimt geraten. Bisher gibt es jedoch keine ausreichend repräsentativen Studien, die eine blutzuckersenkende Wirkung von Zimt bei Diabetes eindeutig belegen.

    Vor allem zur sinnvollen Dosierung gibt es zu wenig belastbare Informationen. Bevor du hier zum Selbstversuch greifst, solltest du deshalb unbedingt mit deinem behandelnden Arzt oder deiner behandelnden Ärztin sprechen.

    Wichtig: Unkontrollierte Blutzuckerschwankungen können bei Diabetes schnell unangenehm oder riskant werden.


    Zimt in der Schwangerschaft: Darauf solltest du achten

    Die gute Nachricht: In der Schwangerschaft kannst du Zimt grundsätzlich als Gewürz oder Tee-Zutat verwenden. Wichtig ist jedoch, auf die Sorte zu achten und Zimt insgesamt eher maßvoll zu genießen.

    Zimt hat wehenanregende Eigenschaften. Auch wenn dafür in der Praxis sehr große Mengen nötig wären, sind viele Schwangere beim Konsum bewusst vorsichtig. Hinzu kommt, dass hohe Cumarinmengen in der Schwangerschaft besser vermieden werden sollten.

    Auf Zimtkapseln als Nahrungsergänzungsmittel solltest du in der Schwangerschaft verzichten, da hier größere Mengen enthalten sein können.

    Drei praktische Tipps

    • Bevorzuge Ceylon-Zimt in Bio-Qualität. Er enthält deutlich weniger Cumarin als Cassia-Zimt.
    • Backe möglichst selbst. In industriell gefertigtem Weihnachtsgebäck wird oft der günstigere Cassia-Zimt verwendet.
    • Greife eher zu Zimtstangen. Wenn die Sorte nicht ausgewiesen ist, sind Zimtstangen oft die bessere Wahl und lassen sich frisch reiben.

    Noch mehr Zimt: Verwandte Pflanzen für die Küche

    Cassia-Zimt und Ceylon-Zimt sind nicht die einzigen Pflanzen mit zimtähnlichem Aroma, die in der Küche oder im Ayurveda eine Rolle spielen.

    Indisches Lorbeerblatt (Cinnamomum tamala)

    Das Blatt wird auch Mutterzimt oder Indian Bay Leaf genannt. Wie andere Zimtarten gehört auch diese Pflanze zu den Lorbeergewächsen.

    Das Blatt erinnert optisch an Lorbeer, wird in der nordindischen Küche aber wegen seiner feinen Zimt-Cardamom-Nelken-Note geschätzt. Besonders in Gerichten wie Biryani oder Korma kommt es häufig zum Einsatz.

    Auch beim Räuchern entfaltet sich sein würziger Duft. In der ayurvedischen Medizin findet man es häufig unter dem Namen Teipat.

    Zimtblüten

    Botanisch handelt es sich dabei um die getrockneten Knospen des echten Zimtbaums. Optisch erinnern sie an Gewürznelken, geschmacklich sind sie scharf, süß und bitter.

    Sie werden in indischen und orientalischen Gerichten, in Teemischungen oder auch als Räucherstoff verwendet.


    Häufige Fragen

    Ist Cassia-Zimt grundsätzlich gefährlich?

    Nein. Im Alltag sind normale Mengen meist unproblematisch. Relevant wird das Thema vor allem bei dauerhaft hohen Mengen oder wenn bereits Leber- oder Nierenerkrankungen bestehen.

    Kann ich in der Schwangerschaft Zimt essen?

    Ja, in normalen Mengen als Gewürz oder Tee-Zutat meist schon. Wichtig ist, eher Ceylon-Zimt zu verwenden, maßvoll zu bleiben und auf Zimtkapseln zu verzichten.

    Hilft Zimt nachweislich bei Diabetes?

    Dafür gibt es bislang keine ausreichend repräsentativen Studien. Vor einem Selbstversuch solltest du deshalb unbedingt ärztlichen Rat einholen.


    Fazit

    Beim Thema Zimt gibt es oft viel Aufregung um Dinge, die sich eigentlich leicht einordnen lassen. Wer auf Herkunft, Qualität und Sorte achtet, kann das Gewürz in normalen Mengen meist ganz entspannt genießen.

    Kurz zusammengefasst: Ceylon-Zimt ist in der Regel die bessere Wahl, weil er deutlich weniger Cumarin enthält und aromatisch feiner ist. Besonders in der Schwangerschaft oder bei bestehenden Leber- und Nierenproblemen lohnt es sich, genauer hinzusehen.

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