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    Behandlung von Arthrose im Ayurveda

    Behandlung von Arthrose im Ayurveda

    Im Ayurveda gehört die Arthrose in den Bereich der vata-vyadhi, den vata-Erkrankungen des Bewegungsapparates, genauer definiert sandhi-gata-vata. Hierzu rechnet man alle Gelenke des Bewegungsapparates, die Knochen, Knorpel, Sehnen, Muskeln, Schleimbeutel, Bänder und Nerven.

    Egal ob es sich hierbei um eine Arthrose des Kniegelenks handelt, der Schulter, der Wirbelsäule oder der Finger- und Zehengelenke handelt, elementar wichtig ist die Reduzierung von vata.

    Dies geschieht durch eine entsprechend vata reduzierende Ernährungs- und Verhaltensweisen ( ahara / vihara ) – siehe Tabelle "vata-reduzierende Lebensmittel" im Anschluss.



    Behandlung von Arthrose im Ayurveda

    Bei der Behandlung steht snehana, die Einreibung mit Öl an oberster Stelle. Öle reduzieren aktiv das vata, wärmen und nähren die Gewebe. Je nach Symptomatik gibt es hierfür verschiedene Empfehlungen:

    - Bei geringen Beschwerden: regelmäßige Massage mit Sesamöl
    - Bei starken Schmerzen: Lakshadi enna
    - Das klassische Öl bei Arthrose: Narayana bzw. Maha-Narayana Thailam


    Vor dem Auftragen werden die Öle im Wasserbad auf ca. 35° C erwärmt. Massieren Sie das Öl in kreisenden Bewegungen um das Gelenk und ausstreichend über die Extremitäten und den Körper. Nach der Massage hüllen Sie sich in ein großes Tuch und gönnen sich eine Ruhepause von 20 min. Nach einer Ganzkörpermassage kann das überschüssige Öl unter der lauwarmen Dusche, ohne Zusatz von Seife, abgewaschen werden. Kleinere Öleinreibungen verbleiben auf der Haut.



    Innerliche Anwendung gegen Arthrose

    Auch zur innerlichen Anwendung werden Öle und Fette empfohlen. Beim Kochen sollte Ghee, das gereinigte Butterfett, verwendet werden. Zur therapeutischen Einnahme empfiehlt die Ayurveda-Medizin Panchatikta-Gritham – das medizinierte Ghee mit 5 bitteren Kräutern. Davon nehmen Sie 2x täglich 10-20 ml in flüssiger Form zu sich. Reichlich warmes Wasser, gerne auch mit Ingwer, nachtrinken.

    Bewährte Kräuter zur inneren Einnahme sind Ashvagandha und Yogaraja guggulu, welche Sie nach Anleitung Ihres Ayurveda-Mediziners täglich zu sich nehmen.

    Sehr gute Ergebnisse bei Arthrose- und vergleichbaren Schmerzen der Knochen und Gelenke bringen die sogenannten lepas. Hierbei handelt es sich um Auflagen und Umschläge mit Harzen und Kräutern.

    Beispielhaft wird hier die Anwendung des guggulu-lepas beschrieben. Guggulu ist der Sanskrit-Begriff für Myrrhe Harz. Dieses Harzes wird bei vielen Erkrankungen verordnet; bei Arthrose kommt es wegen der entzündungshemmenden, schmerzstillenden Eigenschaften zum Einsatz.



    Behandlungsbeispiel Kniegelenksarthrose

    Verwenden Sie einen Topf mit köchelndem Wasser in welchen Sie eine kleine Glasschüssel stellen.
    In diese geben Sie:

    1 Eßl Guggulu – dieses kann bei Bedarf mit dem Mörser noch zerkleinert werden

    1 Teel Ghee

    1-2 Teel Wasser

    Alle Zutaten unter rühren und schmelzen. Die Masse warm entweder direkt auf dem Kniegelenk verteilen oder auf eine Kompresse geben und diese auf das Gelenk legen. Darüber ein großes Stück Fixo mull kleben oder mit einer Binde fixieren. Dieses lepa kann bis zu 2 Tage lang auf dem Knie verbleiben.

    Sinnvoll ist eine Anwendung 2x / Woche über einen Zeitraum von 2 Monaten.

    Unter Umständen kann es bei Anwendung von Myrrhe Harz zu einer Rötung der Haut und evtl. Juckreiz kommen. Diese Reaktion verschwindet nach kurzer Zeit nach der Anwendung und einer Einreibung mit Ghee. In diesem Blogartikel erfahren Sie mehr über Herkunft und Wirkung der indischen Myrrhe: Guggul – Einsatz und Wirkung der indischen Myrrhe im Ayurveda.



    Weitere Faktoren für den Heilungsprozess

    Vermeiden Sie Stress, physische und psychische Überlastung, Kälte und Wind. Wohltuend wirken Wärme, Ölmassagen, warme Dampfbäder (Svendana), Physiotherapie und eine geeignete Yogapraxis. Ebenfalls sehr angenehm ist die Einreibung mit Rumalaya-Salbe. Informieren Sie sich über die wärmende Salbe in diesem Blogartikel: Rumalaya Gel - mobilisiere steifgeglaubte Glieder.



    Übersicht vata-reduzierende Nahrungsmittel

    Normalerweise ist das agni – das Verdauungsfeuer - bei vata-Konstitutionen und -Erkrankungen nicht stabil (visamagni). Daher sollten die Nahrungsmittel nicht schwer verdaulich sein.


    Generelle Ernährungsempfehlungen bei erhöhtem vata

    vata-reduzierend

    vata-aggravierend

    • warm
    • ölig, fettig, feucht
    • süß
    • salzig
    • regelmäßige Mahlzeiten
    • langsames Essen
    • Öle und Fette
    • süßes Obst und andere gesunde Süßigkeiten
    • wärmende Gewürze
    • Nüsse und Kerne
    • Brennnesselsamen
    • kalt
    • trocken
    • sehr scharf
    • bitter
    • adstringierend
    • unregelmäßige Mahlzeiten
    • Fasten
    • Blattsalat
    • Hülsenfrüchte
    • stark blähende Nahrungsmittel


    Wirkung gängiger Nahrungsmittel auf vata-dosa

    vata-reduzierend

    in Maßen einsetzbar

    vata-erhöhend

    Getreide

     

     

    • Reis
    • Weizen
    • Dinkel
    • Hafer
    • Buchweizen
    • Gerste
    • Hirse
    • Mais

    Hülsenfrüchte

     

     

    • Mung Dhal
    • Sojabohnen
    • rosafarbene Linsen
    • Kichererbsen
    • Alle anderen Hülsenfrüchte

    Milchprodukte

     

     

    • Kuhmilch ( gekocht, warm genossen) außer bei Diarrhoe
    • Ziegenmilch (gekocht und warm genossen)
    • Butterreinfett (ghee)
    • Butter
    • süße Sahne
    • Joghurt und saure Sahne
    • Käse
    • Sahneeis
    • Schafsmilch

    Süßmittel  

     

     

    • Honig
    • Rohrzucker
    • Ahornsirup
    • Rohzuckermasse, Jaggery
    • Birnendicksaft
    • Rübensaft

     

     

    Öle  

     

     

    • Sesamöl
    • Olivenöl
    • Leinöl
    • Senföl
    • Traubenkernöl
    • Kokosöl
    • Kürbiskernöl
    • Sonnenblumenöl

    Gemüse

     

     

    • Kürbis, besonders weiße Sorten
    • gekochte Zwiebeln
    • Karotten
    • Kartoffeln
    • Auberginen
    • Spargel
    • Avocados
    • Fenchel
    • Steckrüben
    • Okra
    • Gurken (gekocht)
    • Zucchini
    • Artischocken
    • grüne Bohnen
    • Blumenkohl
    • Brokkoli
    • Rosenkohl  
    • Kohlrabi
    • Sprossen (gekocht)
    • Spinat
    • Mangold
    • Rote Beete
    • Oliven (schwarz)
    • Staudensellerie
    • Rettich
    • gekochte Paprika    
    • Sellerie
    • gekochter Lauch
    • andere Kohlsorten (Weißkohl, Rotkohl, Sauerkraut, Chinakohl)
    • Blattsalat
    • Chicoree
    • Radicchio
    • Löwenzahn
    • frische Erbsen
    • Tomaten
    • Pilze
    • rohe Zwiebeln
    • roher Lauch

    Obst

     

     

    • alle Früchte (außer sehr schwer verdauliche oder saure)
    • Weintrauben
    • Papayas
    • süße Apfel  
    • süße Pflaumen
    • Mangos
    • Feigen
    • Rosinen    
    • süße Kirschen
    • Datteln
    • Birnen
    • Bananen
    • süße Orangen, Clementinen, Nektarinen
    • Pfirsiche
    • Granatapfel
    • Honigmelonen
    • Wassermelonen
    • süße Erdbeeren
    • Blaubeeren
    • süße Himbeeren
    • reife süße Ananas
    • süße Brombeeren
    • sehr saure Früchte
    • Zitronen, Limetten
    • Grapefruit
    • Rhabarber
    • Johannisbeeren

    Nüsse und Kerne

     

     

    • Mandeln
    • Pistazien  
    • Walnüsse
    • Erdnüsse (frisch, nicht aus der Dose)
    • Cashewnüsse
    • Pinienkerne
    • Kürbissamen  
    • Haselnüsse
    • andere Nüsse

     

    Gewürze

     

     

    • Bockshornkleesamen
    • Safran
    • Salz (am besten: Saindhava, lachsfarbenes Steinsalz)
    • gekochter Knoblauch  
    • Basilikum    
    • Thymian
    • Rosmarin
    • Anis
    • Hingu (Ferula asa-foetida)
    • Dill
    • Fenchel
    • Ingwer
    • Kardamom
    • Kreuzkümmel
    • Kümmel
    • Schwarzkümmel
    • Kurkuma
    • Gewürznelken
    • Salbei
    • Sesam
    • Süßholz
    • Vanille
    • Zimt 
    • Koriander
    • Chilli

    Getränke

     

     

    • warmes Wasser
    • Fruchtsäfte (s. Obst)
    • Kräutertees
    • verdünnter gequirlter Joghurt (lassÍ, takra)
    • grüner Tee

     

    • Soda
    • Softdrinks

    Genussmittel

     

     

    • gesunde Süßigkeiten (z.B. Datteln, Feigen)
    • Fleisch (bei gutem psychischen Zustand und gutem agni)
    • süßer Wein, Liköre
    • Chips, Salzstangen
    • Bier
    • Bioschokolade
    • Kaffee
    • Schwarztee
    • Rauchen
    • hochprozentiger Alkohol

     

     

    Autorin: *Sabine Deutscher* ist studierte Ayurvedamedizinerin, Heilpraktikerin und Naturkostladenbesitzerin der beinahe ersten Stunde (seit 1981). Sie ist nicht nur erfahrene Medizinerin und Geschäftsführerin, sondern auch begeisterte Yogini, Motorradfahrerin, Kräuterweiblein und politische Aktivistin.



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    Behandlung von Arthrose in der Ayurveda-Medizin von Miraherba ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.

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