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    Guggul – Einsatz und Wirkung der indischen Myrrhe im Ayurveda

    Guggul – Einsatz und Wirkung der indischen Myrrhe im Ayurveda

    Guggul gilt in der Ayurveda-Medizin als ein wichtiges Therapiemittel. Im Ayurveda wird das Harz als vata-, pitta- und kapha-reduzierend betrachtet und gleicht die drei Doshas aus. Es kommt sowohl innerlich als auch äußerlich bei den verschiedensten Beschwerden zum Einsatz. In diesem Artikel erhältst du Einblick in die Wirkung von Guggul und die Herstellung der ayurvedischen Kräuter-Gewürz-Kügelchen, der Guggulu.

    Das Wichtigste auf einen Blick

    • Guggul wird durch Einritzen der Baumrinde des indischen Balsambaums gewonnen.
    • Im Ayurveda wird Guggul selten alleine angewendet, sondern in Kombination mit anderen Kräutern.
    • Guggul hat antiseptische, entzündungshemmende und schmerzstillende Eigenschaften.
    • Bei der Anwendung kann es zu Hautrötungen oder Magenbeschwerden kommen.
    • Es gibt verschiedene Guggulu-Präparate mit unterschiedlichen Wirkungen.

    So wird das Guggul-Harz gewonnen

    Wie andere Harze, beispielsweise Weihrauch, wird Guggul durch Einritzen der Baumrinde des indischen Balsambaums gewonnen. Das Harz wird gesammelt und anschließend an der Luft getrocknet. Andere Namen für die harzspendende Pflanze sind Commiphora mukul, Commiphora wightii und indische Myrrhe. Das duftende Harz ist sehr eng mit der echten Myrrhe verwandt – eines der Geschenke der drei Weisen aus dem Morgenland an Weihnachten. Guggul ist ein kräftig balsamisch riechendes gelb-bräunliches Gummiharz, das in unseren Breitengraden hauptsächlich in Räuchermischungen eingesetzt wird.


    Wirkung von Guggul im Ayurveda

    Wörtlich übersetzt ist Guggul im Sanskrit „das Mittel, welches vor Krankheiten bewahrt“. In den klassischen ayurvedischen Lehrbüchern wird vor allem seine antiseptische, entzündungshemmende und schmerzstillende Wirkung beschrieben. Im Ursprungsland des Ayurveda wird es hauptsächlich bei Gelenkbeschwerden wie Rheuma, Arthrose und Arthritis verwendet. Aber auch bei Übergewicht, hohem Cholesterinspiegel, Arteriosklerose, Zysten und Abszessen greift der Ayurvedamediziner aufgrund seiner „auskratzenden“ Eigenschaften (lekhana) zu diesem gewebereinigenden Mittel.


    Der Einsatz von Guggul in der Ayurvedamedizin

    Guggul wird im Ayurveda so gut wie nie alleine, sondern stets in Verbindung mit weiteren Kräutern und Gewürzen angewendet. Man kann es entweder innerlich oder äußerlich einsetzen.

    Mögliche Reaktionen und Irritationen bei innerer und äußerer Anwendung von Guggul

    Es kann vorkommen, dass sowohl bei der äußerlichen als auch der innerlichen Anwendung im Einzelfall Reaktionen auftreten. Die Umschläge können die Haut stark röten. Falls es zusätzlich zu Ausschlägen kommt, muss die Anwendung abgebrochen und die Haut mit Ghee zur Kühlung eingerieben werden.

    Bei sehr starkem Pitta kann es bei der Einnahme von Guggulu-Kügelchen zu Magenbeschwerden kommen. Selten können allergische Reaktionen wie Hautausschläge auftreten. Gut zu wissen: Die Beschwerden verschwinden meist recht rasch nach Absetzen der Mittel.


    Äußere Behandlung mit dem Guggul-Lepa

    Eine hoch wirksame äußere Anwendungsmethode sind die sogenannten Guggul-Lepas (Packungen, bzw. Umschläge). In einer Studie der Berliner Charité zeigte die Anwendung von Guggul-Lepa bei der Behandlung von Kniegelenksarthrose große Erfolge. Eine Anleitung für die Herstellung eines Kräuterstempels mit Guggul und anderen Gewürzen findest du in unserem Blog.


    Innere Behandlung – Guggulu zum Einnehmen

    Bei der inneren Anwendung wird das Harz je nach Anwendungsbedarf mit unterschiedlichen Kräutern und Gewürzen zu kleinen Kugeln geformt. Diese kleinen Gewürz-Kräuterkügelchen auf Myrrhebasis heißen im Ayurveda dementsprechend Guggulu. Gut zu wissen: Das klebrige Harz macht die Zugabe von Binde- und Füllmitteln, wie sie ansonsten häufig für die Tablettenherstellung verwendet werden, überflüssig.

    Herstellung und Einnahme von Guggulu

    Für die Herstellung der Guggulu werden die entsprechenden Kräuter, Gewürze und Früchte sehr fein gemahlen. Die Mischung wird mit der achtfachen Menge an Wasser aufgekocht und köchelnd reduziert. Anschließend wird die Flüssigkeit gefiltert. Das dadurch gewonnene Konzentrat wird mit dem fein gemahlenen Myrrheharz verrührt und nochmals über dem Feuer reduziert, bis eine weiche Masse entsteht. Um die Masse geschmeidig zu halten, wird ihr nun noch etwas Ghee hinzugefügt. Jetzt können daraus ca. drei Millimeter große Kugeln geformt werden, die an der Luft getrocknet werden.

    Bei der innerlichen Einnahme von Guggulu müssen die durch das Trocknen hart gewordenen Kugeln zerkaut werden, bevor du sie mit warmem Wasser einnehmen kannst. Die übliche Dosis sind hierfür 2-3x täglich 3-5 Guggulu, je nach Präparat. Drei Guggulu entsprechen dabei ca. 1g.


    Welche Guggulu zum Einnehmen gibt es?

    Es gibt verschiedene Guggulu, die je nach enthaltenen Kräutern, Früchten oder Gewürzen im Ayurveda unterschiedliche Wirkungen haben.

    Triphala Guggulu – einfach und effektiv

    Das bekannteste Guggulu-Präparat ist Triphala Guggulu, eine Mischung aus den drei Myrobalanenfrüchten Amalaki, Haritaki und Bhibitaki, sowie langem Pfeffer. Diese wird zum Formen der Guggulu mit Ghee und Myrrheharz vermischt. Hier überwiegt die auskratzende reinigende Wirkung, gleichzeitig gilt es als Rasayana, also stärkendes Aufbaumittel.

    Yogaraja Guggulu – macht ganz warm innendrin

    In Yogaraja Guggulu finden sich hauptsächlich Agni-anregende und Ama-austreibende Kräuter und Gewürze. Das bedeutet, dass sie nach Ayurveda das Verdauungsfeuer anregen und Stoffwechselschlacken austreiben. Das sind beispielsweise Triphala, Galgant, Ajowain, schwarzer und langer Pfeffer, sowie Ingwer, Cardamom, Zimt und so weiter. Als Einzelgewürze werden Zimt und Galgant dementsprechend bei Appetitlosigkeit oder Völlegefühl empfohlen, Ingwer zur Vorbeugung von Übelkeit und Erbrechen und Cardamom bei Verdauungsproblemen. Yogaraja bedeutet wörtlich übersetzt etwa „König des Yoga“.

    Kanchanara Guggulu – mit vielen schönen Blüten

    Der namengebende Inhaltsstoff von Kanchanara Guggulu ist der Orchideenbaum Bauhinia variegata. Weitere wichtige Bestandteile sind Triphala, die im Ayurveda bedeutende Mischung aus Amla, Haritaki und Bibhitaki, sowie Ingwer und Zimt. Im Ayurveda wird Kanchanara Guggulu als mudra-la bezeichnet, also wassertreibend.

    Gokshuradee Guggulu mit Erdstachelnuss

    Die Erdstachelnuss Gokshura (Tribulus terrestris) gibt dem Gokshuradee Guggulu seinen Namen. Östliche und westliche Medizin sind sich über die wassertreibende Wirkung der Erdstachelnuss weitgehend einig. Im Ayurveda gilt Gokshura außerdem als Vata-reduzierend. Zwar gilt die Einnahme von Gokshura laut WHO als unbedenklich, sicherheitshalber wird jedoch empfohlen, während Schwangerschaft und Stillzeit auf die Einnahme von Erdstachelnuss-Präparaten zu verzichten. Gokshuradee Guggulu enthält außerdem die ama-reduzierende und agni-anregende Mischung Trikatu aus langem Pfeffer, schwarzem Pfeffer und Ingwer.

    Chandraprabha Guggulu - Mondlicht in der Kugel

    Der Name Chandraprabha bedeutet zu Deutsch etwa „Mond-Licht“. Seine Bestandteile wirken reinigend auf die Körperkanäle (Srotas) und werden als lekana (auskratzend) beschrieben. Chandraprabha Guggulu enthält daher viele verdauungsfördernde, harntreibende und zusammenziehende Gewürze und Pflanzen wie Zimt, Cardamom, Dill, Ingwer, Kampfer und so weiter. Weitere Bestandteile wie Coscinium fenestratum oder Kampfer haben entgiftende und entzündungshemmende Wirkung.

    Kaishora Guggulu – einfach immer gut

    Kaishora bedeutet so viel wie Jugend – Kaishora Gugglu ist das Lieblingsmittel meines Ayurveda-Professors in Indien. Seine Anwendungsempfehlung für diese Mischung war „all, all“ – hilft immer, schadet nie. Enthalten sind unter anderem Amla, schwarzbraune und grüne Myrobalane, die gemeinsam die ayurvedische Mischung Triphala bilden. Kaishora wird vor allem für das rakta-dhatu, eine der sieben Gewebeschichten nach Ayurveda, eingesetzt. Es ist Pitta- und Vata-reduzierend und durch den enthaltenen Ingwer und die Pfefferarten agni-anregend.


    Wann kommt welches Guggulu zum Einsatz?

    Wichtig: Bitte spreche die Einnahme von Guggulu unbedingt persönlich mit deinem Ayurveda-Mediziner ab. Vor jeder Einnahme ayurvedischer Mittel ist es unbedingt notwendig, eine eingehende ayurvedische Diagnose zu erstellen. Während der Einnahme ist eine begleitende Ordnungstherapie ratsam. Damit einher geht vor allem die Beseitigung der Krankheitsauslöser und gegebenenfalls eine Ernährungsumstellung. Etwaige Hinweise aus den Kommentaren sprich bitte vor der Einnahme unbedingt mit deinem Ayurveda-Arzt ab.

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